Zusammen arbeiten
Wednesday, June 22nd, 2005Eines der grossen und gut gehüteten Geheimnisse der IT Industrie (und wahrscheinlich jeder spezialisierten Industrie) ist, dass viele der Anbieter nicht der guten, alten “eat your own dog food” Regel folgen.
Vor vielen Jahren (als Computer jung und wir alle unerfahren waren) als wir Einzelplatz-Computer verkauften (und als das erste Netzwerk, dass wir einrichteten noch eine Sensation war), da gab es durchaus Firmen, die noch die guten alten Kugelkopf-Schreibmaschinen verwendeten - damit es funktionierte.
Heute ist zwar vieles besser geworden, aber wenn man sich umschaut und sieht, was verwendet wird und was nicht, dann kann man ins grübeln kommen. Ich habe in einigen Firmen Lotus Notes eingeführt, verkauft, geschult und betreut. In vielen Firmen, die ich kenne wird Notes nur zwecks EMail eingesetzt. Auf die Frage, wieso nicht die vielen anderen Vorteile von Notes genutzt werden, bekommt man verschiedene Antworten. Der Grund-Tenor ist aber, dass vielen Leuten nicht bewusst ist, was mit Notes gemacht werden kann. Und die IT Abteilungen in den Firmen hüten sich, ihren Benutzern die Rechte zu geben, selbständig etwas zu entwickeln.
Klar - es gibt Argumente die dagegen sprechen, den Benutzern zu viel Rechte zu geben. Aber meist wird den Benutzern etwas genommen: Ihre Arbeit effizient zu erledigen. Statt dessen “dürfen” sie EMail machen. Obwohl gerade EMail nicht unbedingt das beste Instrument ist, um miteinander zu arbeiten.
Also haben wir heute die Kugelkopf-Schreibmaschine mit EMail eingetauscht. Vieles wird per EMail erledigt, obwohl es bessere Methoden gäbe. Und wenn EMail verwendet wird, dann sub-optimal. Denn auch so etwas wie EMail kann man mit etwas Ueberlegung besser gestalten.
Bald mehr darüber.